Programm-Tipp

buten un binnen wird vierzig

Am 1. September 1980 startete Radio Bremen mit buten un binnen ein tägliches Regionalmagazin im Fernsehen. In diesem Jahr feiert es sein 40. Jubiläum mit einer Geburtstagssendung.

Kirsten Rademacher und Felix Krömer
Kirsten Rademacher und Felix Krömer Bild: Radio Bremen | Jan Rathke

Frech kam es rüber, das neue Magazin, nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit den Zuschauerinnen und Zuschauern. Schnell avancierte es zum Musterbeispiel für kritische regionale Fernsehberichterstattung – und brach durch saloppe Kleidung, direkte Sprache und eine nie gekannte Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten manche gültige TV-Konvention. Der journalistische Kern von buten un binnen ist auch 40 Jahre später noch gültig: eine faktenbasierte, kritische, unabhängige Berichterstattung aus der Region für die Menschen in der Region.

Sendung

In der Jubiläumssendung erinnert buten un binnen an seine Geschichte, seine Macherinnen und Macher und schaut in Gegenwart und Zukunft mit Studiogast Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen.

Menschen möchten wissen, was vor ihrer Haustür passiert – das was ihr ganz unmittelbares Leben beeinflusst. Unsere Mission ist es immer gewesen, das zu erzählen. Als ein verlässlicher Begleiter täglich über das Wichtigste aus der Region zu informieren.

Da sind wir ganz dem Grundgedanken des gesellschaftlich verantworteten Rundfunks verpflichtet. Daran arbeiten wir Tag für Tag – für die Menschen, die sich auf uns verlassen.

Jan Weyrauch
Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen

buten un binnen – nicht nur im Fernsehen

Längst ist buten un binnen keine reine Fernsehsendung mehr: bei Radio Bremen ist es die Marke für regionale Information geworden, auch Online, in den sozialen Netzwerken, im Hörfunk, auf Monitoren in Straßenbahnen, Kiosken und sogar im Wartezimmer beim Arzt:

Wir möchten mit unserem Journalismus möglichst viele Menschen in unserer Region erreichen. Junge, Alte, Familien, Facharbeiter, Studierte und Arbeitslose. Der Kern von allem ist immer die Geschichte, die Information – und die bereiten wir dann je nach Plattform auf.

Frank Schulte
Frank Schulte, buten-un-binnen-Regionalchef

Wie es begann

Redaktionsteam erste Sendung buten un binnen
Inka Eckermann (erste Chefin von buten un binnen), Ulrich Kienzle (damals Chefredakteur), Michael Geyer, Christian Berg und Gerd Ellinghaus. Bild: Radio Bremen

Radio Bremen startete am 1. September 1980 sein eigenständiges Fernsehregional-Programm im Ersten, zuerst unter dem Titel "Bremer Berichte". Die neue Sendung entwuchs dem Wunsch, auch im TV umfangreicher und aktueller aus der eigenen Region zu berichten. Knapp mehr als 20 Redakteurinnen, Redakteure und freie Mitarbeitende, darunter zum Beispiel Christian Berg, Michael Geyer und Ulla Hamann, kümmerten sich um die Sendungsinhalte. Die Leitung des Programms übernahm Radio-Bremen-Chefredakteur Ulrich Kienzle.

Blick in das neue buten-un-binnen-Studio.
Blick in das neue Studio von buten un binnen. Bild: Radio Bremen | Jan Rathke

2005 wechselte buten un binnen im Rahmen der Harmonisierung des Vorabendprogramms in das von NDR und Radio Bremen gemeinsam betriebene Dritte Fernsehprogramm.

Seit 2016 moderieren Felix Krömer und Kirsten Rademacher, unterstützt von Janos Kereszti, Lea Reinhard und Lena Oldach das TV-Magazin.

2019 erreichte buten un binnen im Jahresdurchschnitt 30,8 Prozent Marktanteil beim Bremer Publikum und belegte in der bundesweiten Hitliste der Fernsehregionalmagazine den zweiten Platz. Im norddeutschen Vergleich war die Kurzausgabe "buten un binnen um 6" unangefochten der Spitzenreiter.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. September 2020, 19:30 Uhr